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Büren-Gruppe Paderborn

ABSCHIEBEHAFT ABSCHAFFEN!
Büren-Gruppe
Paderborn
http://www.aha-bueren.de
c/o Gefangeneninitiative Postfach 1611
33043 Paderborn
Fax: 052 51 / 730 337
Fon: 052 51 / 690 575 (AB)
buerengruppe@aha-bueren.de

Liebe Freundinnen und Freunde!

Die Büren-Gruppe Paderborn besteht seit einigen Jahren und hat es sich zu Aufgabe gemacht, die Brutalität der Abschiebmaschinerie der BRD zu thematisieren, die im Abschiebknast in Büren einen Höhepunkt findet. Deutschlands größter Abschiebeknast in der Nähe von Paderborn liegt außerhalb, nicht nur tief im Wald versteckt, sondern auch außerhalb der Köpfe. Für die Bevölkerung stellt er nicht mehr dar als eine "Firma", die Arbeitsplätze schafft. Dass von diesem Knast aus täglich Menschen abgeschoben werden, die oft eine begründete Todesangst haben, dass es dort deswegen immer wieder zu Suizidversuchen kommt, dass die Flüchtlinge bis zu 18 Monate unschuldig eingesperrt werden, dass dort Isolationshaft, die sogenannte "weiße Folter", angewendet wird, davor verschließen viele Bürgerinnen und Bürger nicht nur in Paderborn und Büren ihre Augen. Aus diesem Grund haben wir in den vergangenen Jahren u.a. die bundesweiten Demos gegen den Knast (mit-)organisiert. Leider ist die Zahl der TeilnehmerInnen seit 1996 kontinuierlich zurückgegangen. Sicherlich haben wir auch Fehler gemacht. Bei aller Selbstkritik fragen wir uns jedoch auch: wo waren die vielen Menschen und Gruppen? Wo wart ihr? Dazu wäre es hilfreich, eure Kritik zu erfahren: woran liegt es eurer Meinung nach, dass die Demo von Jahr zu Jahr kleiner wird? Hattet ihr keine Infos, setzt ihr euch mit dem Thema überhaupt (noch) auseinander? Es ist ja nicht nur der Protest gegen die Abschiebeknäste, der kleiner wird. Auch bei vielen FlüchtlingsunterstützerInnen ist die Luft raus, Gruppen lösen sich auf, etc. Generell ist der Protest gegen die rassistischen Sondergesetze seit der Verfassungsänderung `93 nicht unwichtiger geworden, im Gegenteil, auch unter rot-grün werden die Bedingungen für hier lebende MigrantInnen weiter verschärft. Dies drückt sich unserer Meinung nach auch in den weiter bestehenden Abschiebeknästen aus. Was meint ihr dazu?

Wir sind der Überzeugung: Der institutionelle Rassismus der BRD muss weiter angegriffen werden. Wenn ihr der gleichen Auffassung seid und euch vorstellen könnt, beispielsweise bei der Vorbereitung der nächsten Demo mitzuarbeiten, dann meldet euch bei uns. Wir suchen insbesondere Gruppen, die in Eigenverantwortung gewisse Arbeiten übernehmen wollen. Das muss nicht viel sein und kann sehr unterschiedlich aussehen: von technischem/Orga-Kram (OrdnerInnen, Fronttransparent, Kulturprogramm etc.) über inhaltliche Sachen (Lauti-Moderation, Musik für den Lauti etc.) bis zur theoretischen Auseinandersetzung (Flugblätter, eigene Aufrufe, Reader, etc.). Oder einfach nur Ideen, Anregungen, Kritik... Wir wollen verhindern, dass der Protest gegen die Abschiebeknäste zu einem leidlichen Ritual verkommt. Der Widerstand muss kreativ gestaltet werden, und das schaffen wir nur wenn möglichst viele Leute mitmachen. Deshalb: setzt euch mit uns in Kontakt, wenn ihr Interesse an einer Diskussion über die Zukunft antirassistischer Arbeit habt.

Büren-Gruppe Paderborn | Kontonummer 8851727300 | Volksbank Paderborn | BLZ

Flüchtlingsrat Leipzig 04.04.2020
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