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Nr. 10, April 1999Flucht und Asyl

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Bundesweite Demonstration gegen das Frauenabschiebegefängnis in Neuss

Alljährlich findet eine bundesweite Demonstration gegen Abschiebehaft statt. Es beteiligten sich jeweils Tausende Menschen an den Demonstrationen, die bislang zu dem Abschiebegefängnis in Büren (Nordrhein-Westfalen) führ-ten.
Büren steht symbolisch für die rigide Abschiebehaftpraxis der BRD: es war jahrelang mit 600 Plätzen das größte Abschiebegefängnis, der Anstaltsleiter wurde der Öffent-lichkeit durch diverse Skandale bekannt und die Gefange-nen revoltierten des öfteren gegen die Haftbedingungen. In Büren ist ein privater Wachdienst für die Ausbruchssicher-heit verantwortlich und umfangreiche Sportangebote sollen die Gefangenen befrieden.
Aber in Nordrhein-Westfalen befindet sich nicht nur Büren, sondern in Neuss auch das bundesweit einzige Abschiebegefängnis für Frauen.
Die diesjährige Demonstration gegen Abschiebehaft findet deshalb bewußt in Neuss statt, um die Situation von Migrantinnen zu thematisieren. Die Spezifik weiblicher Fluch-tursachen und der Lebenssituation von Migrantinnen in der BRD findet in der Asylberatung und der antirassistischen Arbeit meist wenig Beachtung - eine Ausnahme ist da z.B. die Arbeit der Fraueninitiative des Flüchtlingsrates Leipzig e.V.
Die Abschiebehaftgruppe Leipzig unterstützt - wie auch schon das letzte Mal in Büren - das Anliegen der Demonstration und ruft zur Teilnahme auf. Wir wollen auf der Demonstration unserer Forderung nach ersatzloser Abschaffung der Abschiebehaft Ausdruck verleihen.

Abschiebehaftgruppe Leipzig

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Diese Seite wurde aktualisiert am 23.6.2020.